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8. März 2010 um 13:01
Kategorien: Motorsport, NASCAR

Kurt Busch gewinnt auf dem Atlanta Motor Speedway vor Matt Kenseth und einem am Ende starken Juan Pablo Montoya.

Den Schockpunkt des Rennens lieferten Carl Edwards und Brad Keselowski. Der deutlich zurück liegende Edwards drehte auf der Start-/Zielgerade Keselowski, der dabei einen Überschlag kassierte. Keselowski gab noch während des schlittern auf dem Daches Entwarnung. Flashback. In Talladega drehte doch eins Keselowski den Edwards um. Nun ja, es gab einen kleinen aber feinen Unterschied. Keselowski hat Edwards ausversehen gedreht, die Aktion von Edwards hatte eher was von purer Absicht. Unschön, Herr Edwards. Es spielte allerdings nicht nur der Vorfall von Dega eine Rolle, sondern hat Keselowski gestern dafür gesorgt, dass Edwards lange Zeit in der Garage parken durfte. In der Anfangsphase verpasste ihm Keselowski ne Delle am Heck. Die NASCAR hat Edwards aus dem Rennen genommen und zum Gespräch gebeten.

Edwards und Keselowski lösten damit das Green-White-Chequered aus. Kurt Busch holte sich beim Restart die Führung wieder, während sich weiter hinten Jamie McMurray und Clint Bowyer beharkten und damit den ersten Versuch des GWC-Finish beendeten. Beim zweiten Versuch ging alles glatt. Kurt Busch auf der Innenbahn und Juan Pablo Montoya auf der Aussenbahn. JPM hatte allerdings kein Glück und verlor sogar noch den 2. Platz an Matt Kenseth. Trotzdem mal wieder ein starker Montoya, der erneut nur knapp an einem Sieg auf einem Oval vorbei schrammte. Einen sensationellen 5. Platz fuhr Paul Menard nach Hause.

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8. März 2010 um 10:23
Kategorien: Motorsport, WTCC

Die Tourenwagen-Weltmeisterschaft startete am Wochenende in Curitiba in die neue Saison. Wie in den 2 Jahren zuvor gingen die Siege an Yvan Muller und Gabriele Tarquini.

Im ersten Rennen hatten die Chevrolet ein einfaches Spiel. Auf nasser Strecke waren die Chevys am besten aufgestellt. Der Tross um Muller, Rob Huff und Alain Menu hielten im gesamten Rennen das Podest inne. Die nur noch mit halber Werksunterstützung fahrenden Seats schwommen dagegen nacheinander neben die Strecke. Und die BMW mit Heckantrieb hatte es auch nicht gerade einfach.

Tom Coronel stand im zweiten Rennen auf der Pole. Doch bereits beim Start kollidierte der Niederländer mit Andy Priaulx. Für beide war das Rennen damit bereits gelaufen. Von den Ausfällen profitierten Gabriele Tarquini und Jordi Gene. Gene lag zu erst noch in Führung, doch lies sich dann ganz einfach überholen. Dahinter kamen die drei Chevys durchs Ziel.

In der Independents Trophy hat Sergio Hernandez beide Rennen vor Frank Engstler gewonnen.
[» Top 10 aus Rennen 1 und 2]

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6. März 2010 um 09:13
Kategorien: Formel 1, Motorsport

Im dritten Teil der “4+4+4″ Teamvorschau kommen wir zu den “Big Four” um Ferrari, Red Bull, McLaren und Mercedes. Wer sich Teil II der “4+4+4″ Reihe noch nicht angeschaut hat, sollte dies mal machen.

Zu Beginn sollte noch erwähnt werden, dass die Testzeiten natürlich nur eine eingeschränkte Aussagekraft haben. Alle Anzeichen in den Tests können sich auch “erschlichen” worden sein, denn die FIA überprüft die Autos nicht. Zu dem ist wohl niemand der Topteams mit dem endgültigen Doppeldiffusor unterwegs gewesen.

Scuderia Ferrari

Das italienische Traditionsteams hatte 2009 schrecklich verwachst. Der Wagen kam zu keinem Zeitpunkt so richtig in fahrt und dann hat man auch früh die Weiterentwicklung eingestellt. Dazu kam der Unfall und die Verletzung von Felipe Massa und die schlechte Entscheidung der Ersatzpiloten.

Tapetenwechsel die nächste für Fernando Alonso. Sein Gastspiel bei McLaren ist bekanntermaßen gefloppt und die Rückkehr bei Renault war auch eher nur eine Notlösung. Alonso ist hungrig nach den zwei verkorksten Jahren bei Renault, will seinen dritten Titel und vor allem ist sein alter Rivale Schumacher zurück.

Felipe Massa ist gesund und hat bei den Testfahrten auch wirklich mitgehalten. Wir sollten aber nicht vergessen, dass Testfahrten eben nur Testfahrten sind und Rennen eine andere Geschichte ist. Das gilt natürlich auch für Schumacher. Das Duell bei den Testfahrten gegen Alonso hat der Brasilianer mit 1:3 verloren. Lag aber in der Regel doch nahe an dem zweimaligen Weltmeister dran.

Die ersten Testfahrten dominierte der F10 fast „nach belieben“, dann war der Wagen zwischen 1,2 und 1,8 Sekunden zurück und am Ende war man wieder am schnellsten dran. Das sind extreme Sprünge, die man eigentlich kaum auswerten kann. Man hat wohl zweimal versucht den Wagen auf Schnelligkeit zu trimmen und zweimal Richtung Rennabstimmung und Reifenverschleiß geguckt.

Fazit: Ein zweites Seuchenjahr wäre für die Italiener nicht gut. Es heißt ja neuerdings auch, dass in Maranello wieder italienisch gesprochen wird. Ferrari hat die komplette Führungsriege in den letzten Jahren verloren, es muss ein deutliches Signal kommen. Dazu hat man mit Massa und Alonso zwei Fahrer die definitiv Weltmeister werden können. Dem Wagen würde ich es auch zutrauen.

Red Bull Racing

Geändert hat sich bei Red Bull nichts. Sebastian Vettel und Mark Webber bleiben auch 2010 das Fahrerduo, dazu hat Christian Horner bereits im letzten Jahr einen guten Wagen gebaut, „mehrmals“ sogar. Erst ohne Doppeldiffusor und am Ende auch mit Doppeldiffusor.

Mark Webber ist durch aus ein Fahrer, der auch nicht nur ein Fahrer für die Rolle des Wasserträgers ist. Natürlich hat sich Webber noch nie richtig durchsetzen können. Im Gegensatz zu 2009 ist er in diesem Jahr ohne Verletzung in die Saison gestartet. Wird dem Australier sicherlich gut tun.

Sebastian Vettel war ehrlich, als er auf seinen Vizetitel angesprochen wurde. Er machte klar, dass das für ihn wie eine Niederlage ist. Ein Vizeweltmeister geht halt nicht in die Geschichtsbücher ein, Button als Weltmeister dagegen schon. Vettel hat im letzten Jahr noch überflüssige Fehler gemacht, die ihm meiner Meinung nach den Titel am Ende gekostet haben. Wenn sich Vettel in diesem Jahr steigert und eben wie ein Button auch mal einen 3. oder 4. Platz unbeschadet nach Hause fährt, könnte es etwas mit dem Titel werden.

Der Wagen zeigte bei den Testfahrten Probleme auf. Im letzten Jahr gab es schon bei den Rennen die Probleme mit dem Motor von Renault. Erst beim letzten Test konnte man in die Top 10 vorfahren. Webber stellte mit dem RB6 die 2. beste Zeit in Barcelona auf.

Fazit: Sollten die Probleme behoben worden sein, die Motoren in diesem Jahr nicht mehr so schnell geschrottet werden, ja dann hat für mich Vettel deutliche Chancen auf den Titel. Dazu muss Vettel aber seine „leichten Fehler“ abstellen. Webber sehe ich nur als Wasserträger.

Mercedes GP

Das neue Mercedes Werksteam mit einer vermeintlich genau so interessanten Fahrerpaarung wie McLaren. Im „deutschen Nationalteam“ starten Michael Schumacher und Nico Rosberg.

Inoffiziell gilt Nico Rosberg für viele als Nummer 2 im Team. Offiziell sagt man natürlich, beide dürfen um den Titel fahren. Rosberg hat nach seinen Jahren bei Williams endlich ein Team gefunden, wo er überhaupt mal von Titelambitionen träumen darf. Wichtig wird sein, ob er sich 1. gegen Schumacher durch setzen kann und 2. wie er mit dem „neuen Druck“ zurecht kommt.

Michael Schumacher kehrt in die Formel Eins zurück. Erst das geplatzte Comeback bei Ferrari im letzten Jahr und nun wird es wohl tatsächlich klappen. Viel muss man über den 7maligen Weltmeister ja nicht erzählen. Schumacher signalisierte bei den Testfahrten doch tatsächlich alten Ehrgeiz und hat im Duell gegen Rosberg 2:2 „gespielt“. Eine Testzeit die pro Rosberg gegangen ist, ist vermutlich dem Regen geschuldet. Schumacher durfte bei Regen auf die Piste und hat deswegen Zeit verloren. Die 2. Niederlage ist mit 0,04 Sekunden doch recht knapp ausgefallen. Schumacher hat also noch den Speed.

Während im letzten Jahr Brawn GP noch vermeintliche Vorstandszeiten vorgeworfen worden sind, hängt das Mercedes Werksteam eher im Mittelfeld bei den Testfahrten. Vermutlich hat Mercedes probiert, den Reifenabbau so gering wie möglich zu halten und ist nicht scharf darauf gewesen, am Ende mit Qualifying-Zeiten zu bestechen.

Fazit: Mercedes ist für mich das Team der Ungewissheit. Schumacher war Jahre nicht in einem Rennen im Einsatz und Rosberg war noch nie in einem Team in dem er vermutlich am Ende ganz oben stehen kann. Von der Konstellation her ist man vermutlich mit Ross Brawn und Michael Schumacher das am besten besetze Team. Ich bin gespannt, Chancen auf den Titel hat man sicherlich.

McLaren Mercedes

Es ist zwar nicht das Weltmeisterteam, hat aber mit Jenson Button den amtierenden Weltmeister im Team. Deshalb kommt das “britische Nationalteam” am Ende.

Lewis Hamilton darf 2010 die Nummer 2 auf seinem Auto herum fahren. In seiner noch jungen Karriere hat Hamilton schon einiges durchlebt. Bislang hatte er zwei unterschiedliche Teamkollegen. Der eine verursachte den „Krieg der Sterne“, der andere fuhr nur hinter her. Button ist Weltmeister und wird sich sicherlich nicht einfach als Wasserträger abstempeln lassen, aber das gilt auch für Hamilton. Es wird interessant, wie ein Hamilton mit einem Button klar kommt und ob es eine vernünftige Regelung innerhalb des Team gibt oder ob beide „freie Fahrt“ haben.

Jenson Button galt bis zu seinem Weltmeistertitel eher als ein ewiges Talent, dem man nur noch wenig zugetraut hatte. Das er dann im letzten Jahr das lange Zeit beste Auto unterm Popo hatte, war vermutlich mehr Glück als Verstand. Der amtierende Weltmeister ist trotzdem ein intelligenter Fahrer, der zur Not auch mal auf “Punkte sichern” fahren kann. Es ist sicherlich kein Geheimnis das solche Fahrer nicht immer gemocht werden, aber so was muss man halt auch beherrschen.

Die Testzeiten stimmen, wenn man überhaupt etwas dazu sagen kann. 3 von 4 Testbestzeiten wurden mit dem MP4-25 gefahren. Zweimal steht Hamilton ganz oben und einmal Button. Wäre das Duell 2:1 für Button ausgegangen, hätte ich mich etwas gewundert. Der Wagen ist im Grunde pro Hamilton konzipiert und der hat eine aggressivere Fahrweise als Button.

Fazit: Sowohl Hamilton als auch Button sind sicherlich Titelanwärter. Mein Bedenken gilt aber dem Duell im Team. Ich weiß nicht ob sich Hamilton so geändert hat, dass er einen Konkurrent im Team fair auf der Strecke „besiegen“ kann.

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5. März 2010 um 16:08
Kategorien: Formel 1, Motorsport

Im zweiten Teil der “4+4+4″ Teamvorschau folgen nun Toro Rosso, Force India, Renault und Williams. Wer sich Teil I der “4+4+4″ Reihe noch nicht angeschaut hat, sollte dies mal machen.

Zu Beginn sollte noch erwähnt werden, dass die Testzeiten natürlich nur eine eingeschränkte Aussagekraft haben. Alle Anzeichen in den Tests können sich auch “erschlichen” worden sein, denn die FIA überprüft die Autos nicht. Zu dem ist wohl niemand der Topteams mit dem endgültigen Doppeldiffusor unterwegs gewesen.

Scuderia Toro Rosso

Red Bull Team B ist gar nicht mehr soviel Team B. Man hatte dank Gerhard Berger und Sebastian Vettel eine gute Saison, doch die war auch daran geschuldet, dass man viel mehr Support von Red Bull bekommen hat. Im letzten Jahr zeigten sich die Probleme bei der Umstellung auf ein „eigenes Team“ und vorallem fehlten Vettel und Berger gewaltig.

Jaime Alguersuari hat viele im letzten Jahr nicht wirklich beeindruckt. Quereinsteiger haben es auch nicht leicht, wer mitten in die Saison eingestiegen ist, hatte keine Testfahrten. Alguersuari ist nur eine Notlösung. Franz Tost konnte niemanden gewinnen, der mit Erfahrung zu STR kommt.

Vor allen in den ersten Rennen 2009 hat Sebastien Buemi gute Resultate abgeliefert. Doch nach den ersten 3 Rennen kippte es bei Buemi, bis zu den letzten 2 Rennen, wo es wieder Berg auf ging.

Einmal ist man mit 0,3 Sekunden wirklich nahe dran, dann ist man wieder mit über 2,2 Sekunden weit entfernt von der Spitze. Die Zeiten von STR geben wenig Aufschluss.

Fazit: Ein Sieg über Force India wäre toll für das immer noch italienische Team. Alles andere wäre eine Zugabe. Der Sieg über die neuen Teams ist Pflicht.

Force India F1 Team

Die Inder sind doch tatsächlich noch immer in der Formel Eins unterwegs. Das wird die dritte Saison für Force India und das obwohl sich Spyker und Midland nicht lange hielten, die immerhin die „Vorgänger“ waren.

Vitantonio Liuzzi hat im letzten Jahr schon den zu Ferrari abgewanderten Giancarlo Fisichella ersetzt und wie ich finde, gar nicht schlecht. Liuzzi saß 1,5 Jahre auf der „Ersatzbank“ ehe er wieder in einem Rennen zum Einsatz kam. Sutil hat einen interessanten Teamkollegen bekommen.

Adrian Sutil dümpelt ein weiteres Jahr bei Force India rum. Mag jetzt sehr hart klingen und ist es sicherlich auch. Sutil muss erstmal Liuzzi bezwingen und dann geht es um Weltmeisterschaftpünktchen.

Die Inder haben bereits in der letzten Saison schon kleine überraschende Highlights gezeigt. Topspeed hatte man in Indien immer, aber dann kam doch tatsächlich auch noch das nötige Grip auf der einen oder andere Strecke hinzu. Darauf muss auch in diesem Jahr gehofft werden.

Fazit: Im letzten Jahr wurde Toro Rosso „ausgebremst“. In wie weit es 2010 weiter nach vorne geht, wird sich zeigen. Der Wagen fuhr in die Top 5 bei allen 3 teilgenommen Tests rein. Ob das „Vorstandszeiten“ waren zeigt sich erst in Bahrain. Force India kann es Renault und Williams definitiv schwer machen um den 5. Platz in der Konstrukteurswertung.

Renault F1 Team

Die ungewisse Zukunft im Dezember hat dem Team nicht gut getan. Niemand möchte vor einer ungewissen Zukunft stehen und das dürfte auch einen Robert Kubica mächtig die Suppe kurzweilig verdorben haben.

Mit einer späten Entscheidung hat man sich Vitaly Petrov ins Boot geholt. Der Russe soll vor allem Geld mit gebracht haben, was dann später aber auch wieder nicht so gewesen ist. Ob Petrov nun wirklich ein „Pay Driver“ ist oder nicht, ist auch weniger wichtig. Mit 25 Jahren ist Petrov kein Blutjunger Fahrer mehr und hat dazu keine Erfolge vor zuweisen. Trotzdem gilt Petrov als ein ordentlicher Fahrer und wurde im letzten Jahr 2. der GP2 Serie, der Meister fährt bei Williams in diesem Jahr. So wie sein Teamkollege Kubica der erste polnische Pilot der F1 Geschichte war, so ist Petrov der erste russische Pilot in den weiten der Formel Eins Geschichte.

Viele haben Robert Kubica frühzeitig zu einer Fehlentscheidung „gratuliert“. Sicherlich ist Renault nicht gerade der Aufstieg, den er sich gewünscht hat. Doch scheint es die einzige Möglichkeit für den Polen zu sein, überhaupt in der F1 weiter fahren zu können. In welchem Team er bei den „Big Four“ hätte landen können, ist mir ein Rätsel. Die Entscheidungen bei BMW haben ihm selten geschmeckt, sei es das frühe abschenken vor 2 Jahre der Weltmeisterschaft oder der Rückzug. Beides war nicht so prall für Kubica.

In gelb und schwarz ist der Wagen wieder zu sehen. Das freut einen Teil der Formel Eins Fans, die schon länger dabei sind. Die mochten die alten Farben des ehemaligen Hauptsponsors nicht.

Fazit: Duell mit Williams. Das sollte jedem klar sein. Natürlich will das ehemalige Weltmeisterteam lieber weiter vorne fahren, doch zu mehr wird es in meinen Augen nicht reichen.

Williams

Das Privatteam existiert immer noch und in diesem Jahr hielten sich die Hiobsbotschaften nicht bei Frank Williams und Co. auf. Williams ist für mich das erste Team im Mittelfeld.

Nico Hülkenberg ist ein Neuling in der „Königsklasse“. Der 22 Jahre junge Deutsche hat zuletzt die GP2 gewonnen, davor die Formel-3-Euroserie. Allen Erfolgen in den Nachwuchsserien zu trotz, muss er sich in der F1 neu beweisen. „Hülki“ hat seinen Partner dann doch 1,5x schlagen können in den Testfahrten.

Als Erfahrenen Part an die Seite hat Hülkenberg keinen anderen als Rubens Barrichello bekommen. Das letzte Jahr bei Brawn GP war mittelprächtig. Auf der einen Seite musste sich Barrichello gegen Button durchsetzen, auf der anderen Seite wurde er früh zur Nummer 2 degradiert. Rubinho hat doch Ferrari verlassen um endlich um den Titel fahren zu können und dann hat er endlich einen Honda/Brawn unter dem Arsch der geht, wird er in seine alte Rolle gedrängt.

Den Wagen kann ich nur schwer einschätzen. Mal war man in den Top 5 zufinden, dann war man doch „nur“ vor Lotus und Virgin.

Fazit: Barrichello würde sich wünschen, wenn dem Williams Team Titelchancen zugesprochen werden. Aber ehrlich betrachtet kann das niemand machen. Das Team hat nicht die Ressourcen wie die Teams vorne. Platz 5 in der Konstrukteurswertung wäre ein Erfolg.

  • Im dritten Teil der 4+4+4 Trilogie geht es selbstverständlich um die “Big Four” um Ferrari, Red Bull, Mercedes und McLaren.

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4. März 2010 um 20:33
Kategorien: Formel 1, Motorsport

Nach der Vorschau über die Änderungen im Reglement kommt jetzt die Vorschau über die Teams und Fahrer und natürlich meine Einschätzung.

Zu Beginn sollte noch erwähnt werden, dass die Testzeiten natürlich nur eine eingeschränkte Aussagekraft haben. Alle Anzeichen in den Tests können sich auch “erschlichen” worden sein, denn die FIA überprüft die Autos nicht. Zu dem ist wohl niemand der Topteams mit dem endgültigen Doppeldiffusor unterwegs gewesen.

Virgin Racing

Das Manor Team macht den Anfang. Die Lage wirkt recht stabil mit Virgin als Hauptsponsor.

Lucas di Grassi erhält die Chance in der Formel Eins zu starten. In den letzten 3 Saisons in der GP2 hat er einmal Rang 2 und zweimal Rang 3 belegt. Hört sich gut an.

Nach seiner Zeit bei Toyota ist Timo Glock nun zu Virgin gegangen. Eine Entscheidung die recht schnell stand und am Ende doch nicht schlecht war. Sein Gegenbeispiel ist schlicht und einfach Nick Heidfeld. Heidfeld darf sich nun Ersatzfahrer bei Mercedes schimpfen, weil er hoch pokerte. Das Ergebnis für Heidfeld war eine hohe Niederlage. Glock hat sein Cockpit, immerhin.

Auto steht, Design ist hübsch. Sonst hat man mehr durch Rückstand geglänzt als sonst was. Klingt fies, immerhin steht Virgin in Bahrain am Start!

Fazit: HRT hat man in meinen Augen abzuhängen. Das Duell gegen Lotus dürfte eröffnet sein.

BMW Sauber F1 Team

Das BMW Team mit Ferrari Power im Heck. Interessante Konstellation, die von der FIA da künstlich erstellt worden ist.

Kamui Kobayashi ist vermutlich der Pilot, dem alle Fans das beste wünschen. Selten hat ein Fahrer in so kurzer Zeit sich als kleiner Liebling entpuppte. Kobayashi machte in einigen Interviews deutlich, dass das seine letzte Chance ist im Motorsport. Macht ihn gleich sympathischer, wenn einer direkt mit der Wahrheit rausrückt.

Neben Kobayashi wurde Pedro de la Rosa ins Team geholt. Interessante Lösung, da der Spanier seit 2006 kein Rennen mehr bestritten hat. Sein Wissen von McLaren hat er, aber ob das reichen wird?

Die Zeiten waren recht gut. Aber wie bei Brawn GP im letzten Jahr gilt hier vor allem die Fragen nach den Vorstandszeiten.

Fazit: Sauber wird sich um Renault, Force India und Toro Rosso einsortieren. Sollte es darüber hinaus gehen, wäre das eine Überraschung.

Hispania Racing Team

Nichts passiert bislang bei Campos, äh Hispania. Wagen und Team wurde vorgestellt, immerhin etwas.

Bruno Senna ist ein bekannter Name, war früh fix bei HRT. Was steht dem Brasilianer zur Buche? Da wäre die Vizemeisterschaft in der GP2 Serie. Das war es dann aber auch schon größtenteils. Bruno profitiert von seinem Onkel Ayrton Senna. Mal sehen, was Senna in der Formel Eins schaffen kann.

Letztes freies Cockpit in der Formel Eins hat Karun Chandhok bekommen. Der Inder ist 26 Jahre und ist in Europa noch nicht so richtig aufgefallen.

Kein einziger Test wurde absolviert. Na gut, wie auch ohne Geld. Wenn das Team erst eine Woche vor dem 1. Rennen „fertig“ wird, ist das schon übel.

Fazit: Auch wenn der Wagen ungetestet ist. Der Motor wurde dank Williams, Lotus und Virgin durch gepowert und somit sollte man einen standfesten Motor bekommen, aber ob die Belüftung des Dallara Chassis ausreicht für den Cosworth-Motor, ist dann auch wieder eine offene Frage. Es wäre überraschend, wenn man nicht um die rote Laterne kämpft.

Lotus F1 Team

Lotus rückte für das aussteigende Toyota Team nach in diese Saison. Lotus machte zusammen mit Virgin den besten Eindruck der „neuen“ Teams. Verwundert auch nicht, wenn Hispania erst spät und US F1 gar nicht zurecht gekommen sind.

Heikki Kovalainen musste bei McLaren gehen obwohl ihn doch die Hamiltons lieber behalten hätten. Kovalainen hatte eine „anständige“ Saison bei McLaren, die letztjährige Saison dagegen war nichts. Da kam selbst der Aufwind bei McLaren nicht bei Kovalainen an.

Jarno Trulli ist der zweite Fahrer bei Lotus. Die geballte Power Erfahrung mit Trulli und Kovalainen. Trulli wäre wohl nirgends anders untergekommen.

Mit Kovalainen und Trulli wird man bei Lotus wohl nur auf Wagen optimieren fahren. Der Wagen hat eine tolle Lackierung. Was danach kommt, wird man sehen.

Fazit: Es gilt das gleiche wie bei Virgin. HRT muss man eigentlich stehen lassen und im Duell gegen Virgin wird es spannend.

  • Morgen im zweiten Teil der “4+4+4″ Reihe folgen Toro Rosso, Force India, Renault und Williams.

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3. März 2010 um 15:56
Kategorien: Formel 1, Motorsport

Es sind noch 12 Tage bis zum Rennstart in Bahrain. Die Vorbereitung ist so langsam abgeschlossen, Testfahrten gibt es keine mehr. Deshalb folgt nun der erste  Teil der Saisonvorschau, in dem es um die Regeländerungen für 2010 geht.

Tankverbot

Die wichtigste Änderung für die Saison ist das Tankverbot. Die Teams dürfen während des Rennens nicht mehr den Stöpsel an das Auto halten und frisches Benzin nachkippen. Größere Tanks in den Autos braucht es für diese Saison. In der letzten Saison hat man rund 80 Liter Tanks in den Autos gehabt, heute müssen es dann um die 240, 250 Liter Tanks sein. Die Konstrukteure mussten also die Autos verbreitern oder länger gestalten. Variante B hat wohl vorlieb bekommen, die Autos sind länger geworden und dafür hat man die Breite eher gelassen.

Was uns das Nachtankverbot bescherrt, hat man in den 80er Jahren, Anfang der 90er sehen können. 1994 wurde das Tanken eingeführt und davor wurden die Rennen oft in der letzten Runde oder sogar auf der Zielgeraden entschieden, als beispielsweise der Führende wegen Spritmangel ausrollte und es nicht über die Ziellinie schaffte. Sowas könnte uns auch 2010 erwarten. Denn es bleibt ein riskantes Spiel der Fahrer.

Durch das Tankverbot wird der Reifenverschleiss der Autos wichtiger. Sicherlich die Stopps dauern wahrscheinlich nur noch 3, 4 Sekunden, aber auch hier entscheidet sich viel. Welches Auto gut mit den Reifen aushält, kann später Reifenwechseln. Ein neuer Reifen bringt immer Sekunden und gerade in der Anfangsphase, mit vollem Tank, wird es interessant, wie die Autos sich mit den Reifen verhalten.

Im Zuge dessen und eigentlich auch wegen KERS, wurde das Mindestgewicht von 605 kg auf 620 kg aufgestockt. Zu dem werden keine Gewichte vor dem Rennen mehr veröffentlich. Man kann sich also nicht ausrechnen, wieviel Auto XY auf XY Kilometern verbraucht.

Reifen

Einige Änderungen gibt es auch bei den Reifen. Erstmal fallen die potthässlichen Radkappen weg, die gerne mal das befestigen der Reifen erschwerte. Die Vorderreifen werden dazu schmaller.

Wichtiger ist dabei aber noch, dass die Top10 des Qualifyings mit den Reifen starten müssen, die für die schnellste Runde im 3. Qualifikationsteil sorgten. Ein Nachteil für die Fahrer, die überhaupt erstmal ins Q3 gekommen sind. Noch schlimmer werden die bestraft, die in einer möglichen 2. schnellen Runde sich verbremsen und damit den Reifen ruinieren. Aber man möchte ja auch so, ich behaupte mal, künstlich Show reinmultiplizieren.

Bridgestone scheint darauf bestanden zu haben, die Anzahl der Reifensätze runter zuregulieren. Es werden an jeden Fahrer nur noch 11 Reifensets Slicks verteilt. Zu dem wird nach dem 1. freien Training bereits 1 Reifenset wieder eingeholt. 2 Weitere Sets müssen im Verlauf des Wochenendes ebenfalls noch abgegeben werden.

“KERS-Verbot”

Im Prinzip ist KERS von der FIA nicht verboten und doch hat sich die FOTA auf ein “Gentleman’s Agreement” verständigt, dass in der 2010er Saison das Energie-Rückgewinnungssystem nicht zum Einsatz kommt. Eine Sache, die ich nicht verstehen kann. KERS war mal wieder etwas, was ein Gewinn für die Formel Eins war. Mal gucken, ob irgend jemand sich daran nicht halten möchte.

Punktesystem

Die Formel Eins hat ein neues Punktesystem. Absofort wird folgendes System angewendet: 25-18-15-12-10-8-6-4-2-1. Schön das man den Sieg nun prozentual etwas mehr würdigt. Schlecht aus meiner Sicht, dass man nicht gleich das halbe Feld mit punkten belohnt. Vielleicht hätte man auch ein Punktesystem finden können, welches dem ganzen Feld Punkte bringt. Hätte den Vorteil, dass ein auf Rang 17 fahrender Weltmeisterschaftskandidat hin und wieder noch richtig kämpfen würde, anstatt den Wagen und den Motor heile ins Ziel zu bekommen.

Auch Schade, dass es für die Pole oder die schnellste Runde nicht noch einen Extrapunkt gibt. Vielleicht hätte man ja auch für den Fahrer mit den meisten Führungsrunden noch einen Bonuspunkt raushauen können. Aber das wäre wohl zu viel gewesen. Ein Bonuspunkt für Pole hätte definitiv was.

Kosteneinsparung

Natürlich werden auch wieder Kosten eingespart. Wäre ja schlimm, wenn nach dem Hick-Hack um Budgetgrenze, FOTA-Serie und Co. nicht doch irgendwas gesenkt wird für 2010.

Beim Rennen in Ungarn wurde beschlossen, dass nur limitiert Aerodynamik-Kits ausgewechselt werden dürfen. Es dürfen nur noch eine bestimmte Anzahl von Teammitglieder mit zu den Rennen kommen und die Werkshallen müssen während der “Sommerpause” geschlossen bleiben. Zu dem wurde das Testverbot während der Saison verlängert.

Extra Test: Fahrerwechsel

Es besteht zwar weiterhin das Testverbot und doch darf nun bei einem Fahrerwechsel 1 Testtag abgehalten werden. Dieser Testtag muss in einer Zeitspanne zwischen 14 Tage vor und 14 Tage nach dem Rennen abgehalten werden. Sollte ein Team einen Fahrer testen, der dann doch nicht zum Einsatz kommt, wird die FIA eine Strafe aussprechen.

Safety Car

Nein, ich möchte hier nicht das neue Safety erwähnen. Es bleibt bei dem im letzten Jahr “teilweise getesteten” Safety Car Linien. Damit bleibt die Boxengasse geöffnet, die Fahrer dürfen aber nicht mit Vollgas um die Strecke hetzen. Zu dem ist jetzt auch in der Einführungsrunde die Safety Car Linie wichtig. Bis zur zweiten Linie muss ein überholter Pilot wieder auf seiner Position sein, sonst ist ein Start aus der Boxengasse pflicht.

Das war es mit der Vorschau Teil I. Teil II kommt die nächsten Tage, vermutlich am Wochenende.

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3. März 2010 um 13:54
Kategorien: Olympia

Wegen Krankheit erst heute der abschliessende Medaillenspiegel…

# Nation Gold Silber Bronze Gesamt
1 Kanada 14 7 5 26
2 Deutschland 10 13 7 30
3 USA 9 15 13 37
4 Norwegen 9 8 6 23
5 Südkorea 6 6 2 14
6 Schweiz 6
3 9
7 China 5 2 4 11

Schweden 5 2 4 11
9 Österreich 4 6 6 16
10 Niederlande 4 1 3 8
11 Russland 3 5 8 16
12 Frankreich 2 3 6 11
13 Australien 2 1
3
14 Tschechien 2
4 6
15 Polen 1 3 2 6
16 Italien 1 1 3 5
17 Slowakei 1 1 1 3

Weißrussland 1 1 1 3
19 Großbritannien 1

1
20 Japan
3 2 5
21 Slowenien
2 1 3

Kroatien
2 1 3
23 Lettland
2
2
24 Finnland
1 3 4
25 Estland
1
1

Kazachstan
1
1

Gesamt
86 87 85

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28. Februar 2010 um 09:51
Kategorien: Olympia

Vorletzter Tag in Vancouver mit 7 Entscheidungen, so das am letzten Tag nur noch 2 Entscheidungen ausstehen.

Team Verfolgung im Eisschnelllauf stand auf dem Zettel. Unsere Ladies haben es bereits am Vortag in das Halbfinale geschafft, dort wartete das Team der Amerikaner. In den ersten drei Splits lag man teilweise eine halbe Sekunde zurück doch dann kamen Anni Friesinger-Postma, Stephanie Beckert und Daniela Anschütz-Thoms. Man schluckte die Amerikaner und hatte in der letzten Runde über eine Sekunde Vorsprung und doch wurde es am Ende noch einmal knapp. In der letzte Kurve strauchelt Friesinger fällt aber nicht. Kommt ansich nur schwer wieder in fahrt und auf der Zielgerade hackt Friesinger ein und stürzt. Am Boden liegend ruscht sie durchs Ziel, hat dabei noch versucht die Kufe nach vorne zu beginnen. Friesinger haut erstmal aufs Eis, denkt es ist vorbei und dann schaut sie auf die Anzeige, Finale! Was für ein Finish des Laufes. Meine Güte, da bekommt man ja nen Herzkasperl!

Leckt mich. Ich beginne jetzt erstmal alle Absätze mit Leckt mich. Also das Herrenfinale zwischen Kanada und USA war mit 0.21 Sekunden am Ende auch ziemlich eng. Kanada wird Olympiasieger.

Leckt mich. Das kleine Finale um Bronze war relativ klar am Ende. Polen sichert sich gegen die USA – wtf – Bronze. Die Amerikaner trudeln erst 1,5 Sekunden später ein. Das ist schon ein enormer Rückstand der Amerikaner, die doch eigentlich stärker sind als die Polen. Im Finale mussten unsere Ladies also gegen die Japaner ran. Anni Friesinger durfte pausieren und dafür ging Katrin Mattscherodt an den Start. Ich fange mal an die Rückstände aufzuzählen nach einigen Splits: +0,08, +0,59, +1,12, +1,60 und +1,72. Das war der Rückstand nach 8 von 11 Splits. Ergo blieben noch 2 Runden den Rückstand aufzuholen. Und ja, das ist machbar. Wir reden hier schliesslich von Team-Verfolgung, da braucht man bis zum Ende die nötige Kraft sonst ist man raus. Und genau das haben unsere Damen bereits im Viertelfinale gegen die Niederlande besser gemacht, hinten raus ging der Express ab. So auch dieses mal. Split 9 waren es “nur noch” +1,62, dann +1,14, dann +0,74 beim letzten Split. Halbe Runde noch und sie laufen, Zielsprint. Die Zeitanzeige signalisiert: Gold Deutschland! 0,02 Vorsprung jetzt! Fast Zeitgleich mit den Japanern. Unfassbar! Unfassbar! Unfassbar!

Leckt mich. Langlauf sollte man sich mehr angucken. Nach 30 Kilometern gibt es ein Fotofinish bei den Damen. Nagut, so Fotofinish war das jetzt auch nicht, das die Offiziellen da wirklich noch das Foto brauchten, aber spannend bis zum Zielstrich. So sieht schöner Sport aus! Das Duell hieß Marit Björgen aus Norwegen gegen Justyna Kowalczyk aus Polen. Zwischen dem Sport wurde von der Polin gegen die Norwegerin gestichelt. Sie habe doch einen Vorteil durch Medikamente. Das eine vor Jahren des Dopings überführte Sportlerin gegen eine andere Wettert, naja ich weiß nicht ob das so richtig ist. Egal kommen wir zum Rennen. 800 Meter vor dem Ziel lag Kowalczyk vor Björgen. Björgen machte zuvor das Rennen und büßte dann durch den Skiwechsel vor der letzten Runde Zeit ein. Beide waren dennoch gleich auf. Kowalczyk ging etwas besser auf die Gegengerade aber dann kam Björgen, zog sich im Windschatten an. Auf der Zielgeraden dann das Kopf an Kopfduell. Am Ende setze sich die Polin mit 0,3s Vorsprung durch. Schönes Finish! So trägt man Sport aus und nicht in den Medien, danke. Aino-Kaisa Saarinen aus Finnland holte Bronze.

Ich lasse es dann doch nun mit dem “leckt mich”. Ski Alpin sind heute in die zweite Reihe gerückt. Slalom der Herren und Felix Neureuther ist bereits im 1. Lauf ausgeschieden. Guiliano Razzoli führte nach dem 1. Lauf vor Mitja Valencic und Benjamin Raich. Die Österreicher mit Raich sogar noch an Gold dran. Schnellster Läufer im 2. Lauf war Andre Myhrer aus Schweden. Der Schwede kämpfte sich vor und vor. Vor den letzten 4 stand Myhrer ganz oben. Dann kommt Ivo Kostelic runter und knackt den Schweden der immerhin von 10 nach vorne gekommen ist. Raich auf der Piste und knackt die Zeiten nicht, fällt hinter Myhrer zurück. Raich muss hoffen auf eine Medaille. Valencic geht auch nicht in Führung fällt auch zurück. Kostelic vor Myhrer und Raich. Razzoli hatte einen guten Vorsprung nach dem 1. Lauf und müsste sich schon einen groben Fehler leisten. Er leistete sich keinen und gewinnt Gold! Raich fällt vom Podium. Eine Schmarch für Österreich. Italien feiert!

Andre Lange tritt ab. Mit Gold im Zweierbob und dem heute gewonnen Silber im Viererbob verabschiedet sich der wohl beste Bob-Pilot von der Bühne. Ein schicker Lauf hat ihm noch Silber eingebracht, doch Steven Holcomb und seine Crew im USA 1 Bob waren nicht zu schlagen. Holcomb hat sich am 1. Tag zu zwei Track-Records gelenkt. Das ist eine krasse Leistung. Am Ende muss man froh sein, dass alles so heile durch lief.

Der Medaillenspiegel und alle Entscheidungen des abgelaufenen Tages stehen im ganzen Artikel!

[» Medaillenspiegel nach dem 15. Wettkampftag und 84 von 86 Entscheidungen]

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27. Februar 2010 um 10:38
Kategorien: Olympia

Es fällt schwer die olympischen Winterspiele in Vancouver als “die besten” zu bezeichnen. Ich bin gespannt, was Jacques Rogge sich ausgedacht hat für die Abschlussfeier.

Natürlich hatten es die ganzen olympischen Spiele bereits nach dem Trainingsunfall auf der Rodelbahn schwer. Die ganzen Spiele waren schon vor der Eröffnungsfeier überschattet. Die Spiele hätten störfreie Wettbewerbe gebraucht und gerade diese kamen nicht.

Die Eisaufbereitungspanne beim Eisschnelllauf als gleich 3 Eismaschinen ausgefallen sind und einen Wettbewerb um eine lange Zeit unterbrochen haben. Dann noch die Panne einige Tage später im Richmond Olympic Oval mit der Startschussanlage. Alles nicht förderlich, aber das waren ja nicht die einzigen Pannen und Probleme. Da gab es ja noch “Hot Air” bei den Ski Alpin. Das Ding war wirklich “Hot Air”, die Damen sind ja Reihenweise abgeflogen und am schwersten ist wohl Anja Paerson gestürzt und doch ist die Schwedin am nächsten Tag wieder gefahren.

Bei den Verfolgungsrennen im Biathlon gab es Probleme mit der Zeitnahme. Beispielsweise wurde die Schwedin Anna-Carin Olofsson-Zidek zu lange am Start festgehalten. Ob man der Schwedin damit jetzt die Chance auf eine Medaille verwehrte, bleibt ein reine Spekulation.

Und dann wäre da doch noch die Rodel- und Bobbahn. Wieviele Stürze es von erfahrenen Piloten gibt, wie schnell der kleinste Fehler bestraft wird. Tendenziell bin ich ja vorallem bei Olympia für Bahnen/Pisten, die nicht leicht sind. Aber es sollte die Chance bestehen, kleine Fehler korrigieren zu können und nicht sofort auf der Seite zu landen.

Es ist eigentlich noch mehr vorgefallen, aber das würde das ganze hier sprengen und ich sitze noch morgen Abend am Text…

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27. Februar 2010 um 09:26
Kategorien: Olympia

Die olympischen Winterspiele gehen dem Ende entgegen. Die letzten Medaillenentscheidungen stehen vor der Türe.

Ich mach es gar nicht lange mit der Biathlon Staffel der Herren. Am Ende gab es keine Medaille seit gefühlt 100 Jahren der Biathlon-Männer. Norwegen, Österreich und Russland stehen aufs Podest. Eins noch, eine Medaille wäre so gut wie möglich gewesen, wenn nicht eine Person am Schiessstand 2 Stafrunden eingefahren hätte.

Ski Alpin ist irgendwie das neue Biathlon. Zackzack. Die nächste Goldmedaille. Dieses mal im Slalom. Nach Maria Riesch in der Super Kombi und Viktoria Rebensburg im Riesenslalom war es wieder Maria Riesch. Das zweite Gold von Riesch, entzückend! Wer hätte vor den Spielen behauptet, wir würden mit 3x Gold aus den Ski Alpin gehen und im Grunde haben wir mit Felix Neureuther ja morgen auch noch die Chance.

Kommen wir zu den Snowboarderinnen. Es war Zeit für den Paralell Riesenslalom. Head-to-Head, zwei Läufe. Der Gewinner geht eine Runde weiter. Eine Diziplin die vorallem in Amerika verhasst und verhöhnt wird. “Snowboarder in Alpin Ski Anzügen sind keine Snowboarder.” Der PGS hat eigentlich keine große Zukunft. Der Deutsche Snowboard Verband ist einer der wenigen, der den Sport noch groß unterstütz. Dafür kommt in Deutschland aber die Halfpipe zu kurz, die einfach eine größere Zukunft hat. Der Verband gab für Amelie Kober die Zielsetzung mindestens eine Medaille nach Hause zu bringen. Kober ist im Weltcup auf Platz 2 hinter Nicolien Sauerbreij aus Holland. Gold ging an die Niederländerin die sich im Finale gegen Ekaterina Ilyukhina durchsetze. Im kleinen Finale gewann Marion Kreiner gegen Selina Jörg Bronze. Schade für Jörg, die wirklich gute Runs hatte und nur wegen eines Sturzes im Halbfinale den Weg ins Finale nicht fand.

Der Kommentator im ZDFinfokanal war ungefähr so fähig wie Kober fair und anständig war. Ehe der Kommentator die Regeln beim PGS rallte, war schon das halbe Viertelfinale vorbei. Kober dagegen war sicherlich bei der Sache aber dann nach einem verkorksten ersten Heat im Platzierungsduell die restlichen Heats nicht mit zunehmen ist schlicht und einfach bescheiden.

Meine Prognose für Sochi in 4 Jahren ist, wir werden PGS nicht mehr zu Gesicht bekommen. Die Wettbewerbe haben einen gewissen Reiz aber ist auf dem Abstellgleis. Ich würde vorschlagen, Big Air ins Boot zu holen. Das wäre ein guter Ersatz.

Der Medaillenspiegel und alle Entscheidungen des abgelaufenen Tages stehen im ganzen Artikel!

[» Medaillenspiegel nach dem 14. Wettkampftag und 77 von 86 Entscheidungen]

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26. Februar 2010 um 14:23
Kategorien: Magazin

Ich habe ja schon so ein wenig meine Meinung über die Übertragungen der öffentlich-rechtlichen rausposaunt. Jetzt kümmere ich mich mal vorwiegend um Eurosport. Ein Sender der in Deutschland zu oft zu kurz kommt.

Die Devise bei Eurosport lautet “alle Entscheidungen live zeigen”. Zumindest solange diese nicht paralell stattfinden. Das findet der Sportinteressierte Zuschauer, wie ich es bin, gut. Die Leute die mehr auf Berichte stehen, werden da wohl lieber vorwiegend ARD und ZDF einschalten. Eurosport hat seine Zielgruppe und die wird ihnen von den deutschen öffentlich-rechtlichen Sendern nicht streitig gemacht, eher stört da wohl vermutlich die BBC. Aber das ist ein anderes Thema.

Persönlich gut gefallen hat mir mal wieder Guido Heuber. Sei es bei den Ski Alpin Wettbewerben oder den Snowboard und Ski Freestyle Sachen, die er vorwiegend kommentieren durfte. Heuber höre ich gerne zu, vorallem auf Eurosport 2 wo er regelmässig die Weltcups von Ski Freestyle und Snowboard kommentiert. Man merkt Guido Heuber an, das er Jahre lang die eine (oder andere) Sportart betrieben, sich mit den zu kommentierenden Sportarten auch heute noch beschäftigt und vorallem mit Spaß bei der Sache ist. Zusammen mit Experte Frank Wörndl bei den Ski Alpinen ist Heuber eine Begeisterung für jeden Sportfan. Beide schaffen es kritisch und objektiv rüber zukommen, auch mal im richtigen Moment vom eigentlich Wettbewerb abzuschweifen und auch die ganz speziellen Athleten aus Indien, dem Iran oder sonst wo her zu kommentieren. Bei den Aerials im Ski Freestyle da bekommt man das Gefühl, Heuber sitz in der Jury und bewertet mit. Er haut raus was er denkt, versteckt sich nicht und hat den Mut auch die Jury zu kritisieren, wenn sie zu gut oder zu schlecht bewerten. Es macht einfach riesig Spaß Guido Heuber zu zuhören. Vorallem weil Heuber auch gerne mal “You got it” gleich 3x am Stück raushaut. Das macht Spaß, das begeistert den Zuseher vor dem TV.

Eine Randsportart in Deutschland ist und bleibt Curling. Während auf Einsfestival die Übertragungen mal gerne für Eishockey “unterbrochen” werden und von Thomas Braml (oder wars jemand anders?) auch gerne als Gute Nacht Geschichte kommentiert wird. Gespielte Steine die eigentlich eher nicht so gut waren, werden als Perfekt abgestempelt. Der Laie bekommt also wenig Überblick. Bei Eurosport war von Beginn an Christopher Bartsch eingeteilt und kurzfristig hat man sich noch den ausgemusterten Curling-Spieler Uli Kapp als Experten rangezogen. Der Schachtzug mit Uli Kapp hat eigentlich ein Sonderlob verdient. Bartsch und Kapp kommentieren wirklich exzellent, beurteilen gut und analysieren perfekt. Beide Schaffen das Spiel zwischen Fachchinesisch und deutscher Übersetzung perfekt, so das am Ende sogar ein Laie sich für den Sport begeistern dürfte.

Nicht alles was bei Eurosport lief, hat mir gefallen. Eiskunstlaufen mit Sigi Heinrich und Hendryck Schamberger als Experte. Klingt erstmal viel versprechend und doch hab ich etwas auszusetzen. Im Vergleich zum ZDF mit Rudi Cerne ist Eurosport hier um längen geschlagen. Heinrich und Schamberger lassen den Lauf ansich in ruhe und schweigen, geben dem Zuschauer Zeit zum geniessen. Mag richtig sein und doch hat der Laie keine Ahnung ob das jetzt ein Flip, ein Axel oder ein Rittberger war. Cerne dagegen hat das richtige Mittelmaß gefunden. Kurz und direkt kommt dann ein Kommentar, was gerade gesprungen wird/wurde. Gefällt mir Eiskunstlauf Laie, wenn ich dann doch mal 10 Minuten Eiskunstlaufen gucke.

Wo wir schon mal bei Sigi Heinrich sind. Eigentlich einer der besten Biathlon Kommentatoren die ich je gehört habe und doch ist mir vorwiegend aufgefallen, dass ihm ein Experte bei Olympia fehlte. Bei den Weltcups waren im großen und ganzen immer Frank Luck und Katja Beer an seiner Seite. Heinrich war auf einem normalen Niveau und doch fehlte mir der Experte/die Expertin an seiner Seite.

Eine Entdeckung bei Eurosport sind vermutlich Oliver Faßnacht und Gerd Leinauer beim Eishockey. Beide geben sich die nötigen Steilpässe und dann hat man zwischendurch auch noch Mannix Wolf als Experten an die Seite bekommen. Passte einfach, war zum lachen und doch nah am Eis. Da verzeiht man auch, dass beide (oder alle drei) vermutlich nur in Paris sitzen zum kommentieren.

Eurosport hat sogar mit Vorberichten aufgebaut, die wirklich nicht schlecht waren. Kurz und knapp, mit und ohne Interviews. Der Mix war da, auch wenn die Vorberichte für den Tag auf 30 Minuten beschränkt waren. Davor gab es die Wiederholung von “Finish Line”, den Zusammenfassungen des abgelaufenen Wettkampftages. Perfekt um in die olympische Nacht zu starten.

Ein Streitthema ist natürlich auch Stephane Franke. Franke stand Ende der 90er Jahre unter Dopingverdacht. Er wurde nicht verurteilt und trotzdem ist das für viele ein Dorn im Auge. In Dubio pro reo. Man kann ihn mögen oder auch nicht. Der Verdacht hängt ihm immer noch an den Hacken und das ist eigentlich schlimm genug, zu mal ihm nie was nachgewiesen worden ist.

Damit der Artikel nicht zerrissen werden kann. Ich habe ansich nichts gegen die ARD und die ZDF. Beide haben “ihr Konzept” durch gezogen und das mag für einige falsch sein, für andere richtig. ARD/ZDF müssen größtenteils den Mainstream glücklich machen und nicht die Sportfreaks. Der Mainstream steht sicherlich nicht immer auf Emotionen. Wir können glücklich sein, die Wahl zwischen ARD/ZDF und Eurosport zu haben (vielleicht sogar noch die BBC).

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26. Februar 2010 um 09:50
Kategorien: Olympia

13. Tag und gleich mal Gold im Riesenslalom, Silber in der Langlauf Staffel. Großartig.

Wahnsinn! Ich lass die Katze direkt aussem Sack! Nein nicht Maria Riesch sondern die erste 20 Jahre Junge Viktoria Rebensburg gewinnt Gold im Riesenslalom. Eine ganz große Überraschung ist das ja eigentlich nicht, den Rebensburg war eher selten schlecht in den technischen Diziplinen und ganz ehrlich, wer nach dem 1. Lauf auf Rang 6 zufinden ist, ist eine Mitbewerberin um Gold. Die Deutsche hat den Kurs am besten genommen, nicht zu hart, nicht zu weich, genau das richtige Mittelmaß gefunden. Es konnte niemand mehr nachlegen. Für Tina Maze reichte es nur zu Silber und die führende nach dem 1. Run Elizabeth Görgl muss sich mit Bronze begnügen. Kathrin Hölzl wurde 6. und Maria Riesch 10. nach dem Wettbewerb. Lindsey Vonn schied bereits nach einem Sturz im 1. Lauf aus.

Die nächste Medaillie kommt gleich hinter her. Die Langlauf-Staffel unserer Mädels zeigte sich in guter Verfassung und das sah am Anfang eigentlich nicht so aus. Mal wieder zeigten sich die Schier nicht als sonderlich gut. Aber nach dem ersten Wechsel gings dann Berg auf für Deutschland. Norwegen mit Marit Björgen war nicht zu stoppen aber Silber sollte es am Ende werden! Katrin Zeller, Evi Sachenbacher-Stehle, Miriam Gössner und Claudia Nystad klärten die Sache zu ihren gunsten. Nystad hängte auf der Schlussrunde die Finnen ab und hatte damit keine Probleme mehr auf der Zielgeraden. Schön gemacht Ladies!

Was macht man eigentlich, wenn die Bedingungen nicht gut sind für einen Wettbewerb? Die Offiziellen haben diesen Wettbewerb zumindest heute durchgezogen. Die Nordische Kombination stand beim Springen vorallem im Zeichen des Windes. Man könnte das ganze heute auch als “Vom Winde verweht” betiteln. Nicht schön und die Verschiebung auf einen anderen Tag wäre sicherlich besser gewesen. Allerdings wäre es vom Ablaufplan her schlecht gewesen. In den nächsten Tagen ist immer etwas auf der Piste los. Sei es die Biathlon Staffel oder die 30 und 50 Kilometer im Langlauf. Man hätte also das Event hinter ein anderes schieben müssen und ob es dann klappt, wer weiß. Es war eigentlich der Wink mit dem Zaunpfahl für die neuen Regeln beim Springen für eine etwas bessere Fairness. Gewinnen konnten am Ende dann Bill Demong vor Landsmann Johnny Spillane und dem Österreicher Bernhard Gruber.

Der Medaillenspiegel und alle Entscheidungen des abgelaufenen Tages stehen im ganzen Artikel!

[» Medaillenspiegel nach dem 13. Wettkampftag und 70 von 86 Entscheidungen]

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