Philipp Lahm sorgt für mächtig Miesepeter Stimmung beim FC Bayern München. Schuld daran ist sein Interview mit der Süddeutschen Zeitung.
Lahm ist einer der wenigen, der öffentlich von den Bayern mal die Personalpolitik / Transferpolitik anspricht – negativ!
Lahm: Wir haben zum Beispiel Arjen Robben geholt, weil er ein sehr guter, internationaler Spieler ist. Aber wir haben ihn nicht geholt, weil wir gesagt haben: Okay, wir spielen jetzt künftig im 4-3-3-System. So etwas gibt es bei uns nicht: Dass der Verein etwas vorgibt und alles darauf aufgebaut wird.
Die Aussage zeigt schon ganz stark, was den Bayern fehlt. Ein System, eine Philosophie die vom Verein – wie Lahm es in dem Interview auch später erwähnt – vorgegeben wird.
Nur welcher Person soll man den Vorwurf machen? An dem Kader haben soviele Trainer ihre Philosophie reingebracht, dass der Kader eine bunte Mischung aus Magath-Hitzfeld-Klinsmann-van Gaal ist. Wieviel dann noch von Hoeneß, Rummenigge und Co. mit reingebracht wurde, ist unbekannt.
Das Lahm Konsequenzen erwartet, hat Uli Hoeneß bereits beim Bezahlsender SKY bestätigt. Eigentlich nur selbst verständlich, auch wenn Lahm natürlich nicht unrecht hat. Ein so öffentliches “Ihr macht eure Arbeit nicht gut”, zwischen den Zeilen, ist bemerkenswert.
Nun bleibt eigentlich nur abzuwarten, was Hoeneß und Lahm noch zubequatschen haben, was mit Louis van Gaal passiert.
Kommen wir noch kurz zum heutigen Spiel gegen den FC Schalke 04. Am Ende hat man einen Punkt bekommen, durch das 1:1. Zuwenig, definitiv. Aber gegen so eine dichte Verteidigung ist es halt schwer, ohne zündelnde Impulse. So darf man sich auch nicht beschweren, wenn man eben nicht über ein Remis rauskommt.
Luft gemacht. Das wars.



