Heute Abend gastieren die Red Bull X-Fighters in Kairo, zum zweiten World Tour 2010 Event des Jahres.
Vor rund einem Monat fuhren die X-Fighters bereits in Mexico Stadt und haben dort, schon ziemlich traditionell die Saison eröffnet.
Die X-Fighters sind “die Meisterschaft” der Freestyle Motocross Piloten. In einer Arena, meistens werden dafür Stierkampfarenen benützt, müssen die Piloten verschiedene Tricks zeigen. Dazu haben die Verantwortlichen verschiedene Kicker, verschiedene Rampen zum wenden und einen Landeberg aufgebaut. Zusätzlich werden noch die eine oder andere “Katakomben” frei gestellt, wo die Fahrer auch noch Anlauf nehmen können.
Das Format der X-Fighters ist ansich ganz simple. Im Qualifying, welches zu meist am Vormittag/Mittag ausgetragen wird, qualifizieren sich die 12 besten Piloten für den Event am Abend. Nach den Punkten aufgestellt, müssen dann am Abend zuerst die Plätze 7-12 in einer eigenen Entscheidung die letzten 2 vorhandenen Viertelfinalplätze ausfahren. Im Viertelfinale wird dann Head-to-Head gefahren. Ein Pilot legt also immer vor, während der andere einen besseren Run hinlegen muss. Nach den beiden Runs verteilen die Judges ihre Stimme, wer 3 “Helme” bekommen hat, geht in die nächste Runde. Das Format wird dann bis zum Ende fortgeführt.
Es gibt 5 Judges, die ihn 5 unterschiedliche Kategorien aufgeteilt sind. Das Jurymitglied das die Variety bewertet, achtet generell mehr aufs Bike. Also wie reagiert das Bike, welche Bewegungen bekommt das Bike vom Fahrer und die Position des Motorrads in der Luft. Challenge and Execution ist die zweite Kategorie. Dieser Judge bewertet die Tricks des Fahrer. Also das normale abwägen der Schwierigkeitsgrad, die Ausführung und natürlich auch ob eine Landung stattgefunden hat. Zum beschreiben die schwierigste Kategorie ist Style. Es geht darum, wie der jeweilige Pilot seinen Lauf meistert. Wer einen guten Rhytmus hat, hat sicherlich auch gute Punkte vom Style-Judge bekommen. Die Vorletzte Punktewertung lautet Use of Course, hier wird bewertet ob alle Elemente der Strecke benutzt wurden und ob der Fahrer eine “eigene Linie” hatte. Zum Schluss gibt es noch Show and Spectator Reaction. Wie reagieren die Fans auf diesen Run und in wie weit, hat der Fahrer “alles gegeben”.
In Mexico City hat der Norweger André Villa gewonnen. Dem Norweger sagt man nach, er ist einer der größten Profiteure des neuen Wertungssystems. Hat er im Grunde auch mit seinem aller ersten Sieg in Mexico bewiesen. Allerdings profitierte Villa vom Abbruch des Events, wegen zu starkem Regens. Der letztjährige World Tour Champion Nate Adams belegte nach der Qualifikation Position 2 und hat diese natürlich auch nach dem Abbruch bekommen. Platz 3 belegte Robbie Maddison.
Servus TV überträgt das Event aus Kairo, bei den Pyramiden von Gizeh, ab 20 Uhr natürlich live. Dazu gibt es auch einen Stream von Red Bull.

