24. Juni 2010, 23:36 | Kategorien: Formel 1, Motorsport

Die Zelte der Formel Eins Teams sind bereits in Valencia aufgeschlagen, dort wird am Wochenende ein Rennen abgespult.

Im Hafen von Valencia wird gefahren und das Rennen steht alles andere als für einen Zuckerschmaus. Im letzten Jahr gab es, wenn ich mich recht erinnere, 0,0 Überholungen. Das ist ein Witz und macht aus dem Motorsport nichts anderes als eine Qualifikations und Ausdauerschlacht. Eine Schlacht über die Haltbarkeit der Wagen in gut 90 Minuten? Kann ich nur drüber lachen. Langstrecken Rennen sind etwas anderes und da gehört die Haltbarkeit der Fahrzeuge dazu, aber doch nicht in der Formel Eins, wo maximal in 120 Minuten ein Rennen abgewickelt ist.

Upgrades

Mit den meisten Änderungen wird Ferrari in Valencia erwartet. Schon länger wurde eine komplette “B-Variante” erwartet und nun soll sie kommen. Die B-Variante soll dem Red Bull ähneln. Red Bull wird wahrscheinlich das gesamte Wochenende mit F-Duct fahren, auch McLaren kommt mit Updates und bei Mercedes scheint man komplett positiv gestimmt zusein. Offenbar hat Ross Brawn an seinem Wagen etwas gefunden, womit etliche Zeit gewonnen wurde. Ob das wirklich so ist? Abwarten. 2 Wochen sind kurz.

Wie üblich werden Renault und Force India kleinere neue Anbauten mitbringen, Peter Sauber hat seinem C29 die letzte Ehre erwiesen und mitgeteilt, das Ding ist nicht zuverbessern. Sponsorentechnisch ist das für Sauber, die bald vermutlich auch wieder Sauber heißen und nicht mehr BMW Sauber, natürlich nicht gut. Ohne gute Platzierungen, keine Sponsoren. Williams hadert wie immer mit dem Motor von Cosworth, der alles andere als ideal sei. Der Cosworth ist wohl so fahrbar, wie ein Fahrrad mit eckigen Reifen.

Änderungen für 2011

Die FIA hatte unter der Woche ihre Sitzung abgehalten und für 2011 die Rahmenbedingungen geschaffen. Katze aus dem Sack oder so ähnlich, bei der Reifenfrage. Pirelli wird von 2011-2013 die Reifen liefern. Hat aber auch lange gedauert, bis die klare Entscheidung gefallen ist. Die Tage hat man schon von einem Reifentesttage zwischen den Zeilen gehört, aber wann soll der sein? Pirelli muss auch erstmal entwickeln und können die, soviele Reifen in so kurzer Zeit herstellen? Fragen über Fragen, die Zeit ist knapp. Lass ich mich überraschen.

Überholen sol 2011 leichter gemacht werden. “Schuld” daran soll ein verstellbares “Bodywork” werden. Das dürfen die Fahrer aktivieren, wenn sie 1 Sekunde hinter ihrem Vordermann sind. Das soll via Lämpchen am Lenkrad signalisiert werden. Das soll klappen? Auch hier gilt für mich, abwarten.

Schwachsinnsregelung kommt wieder. Die 107%-Hürde wird ab 2011 die kleinen Teams ärgern. Wer nicht schnell gut die Quali in Q1 übersteht, wird gekittet und darf nicht mitfahren. Warum wurden die neuen Teams zugelassen? Damit sie gar nicht starten? Na logisch. Aber den großen Teams legt man keine Steine in den Weg, sondern eröffnet Hintertüren. Wer zu langsam ist, kann trotzdem durch die Stewards zugelassen werden. Könnte ja sein, dass jemand verunfallt. This is life.

KERS soll dann 2011 auch wieder dabei sein. Dafür erhöht man auch gleich das Mindestgewicht um 20 Kilo auf 640 Kilo. Nette Entscheidung, hätte man aber auch gleich für 2010 machen können bzw. in diesem Jahr nicht mit einem Gentlemen’s Agreement innerhalb der FOTA ablehnen.

Und noch schnell was für die aktuelle Saison: Nach einem Safety-Car darf erst wieder ab Start und Ziel überholt werden. Nach dem Qualifying muss das Auto aus eigener Kraft zurück an die Box kommen. Ansonsten wird man zurück gestellt. Sozusagen reagiert man auf die Vorfälle aus Monaco mit Michael Schumacher und aus Montreal mit Lewis Hamilton.

24. Juni 2010, 22:32 | Kategorien: Tennis, Wimbledon

Isner ringt nach 3 “Spieltagen” seinen vermutlich neuen besten Trainingspartner Mahut nieder.

Nicolas Mahut und #23 John Isner sind dann am 3. Tag auch endlich zum Ende gekommen. Eigentlich darf dieses Spiel keiner verlieren. 11 Stunden und 5 Minuten, 491 Minuten alleine der 5. Satz, 103 zu 112 Asse, 244 zu 246 Gewinnschläge, 502 zu 478 Punkte und 91 zu 92 gewonne Games. Ich habe zwei Gewinner gesehen, die zurecht am Ende von der Turnierleitung als Sieger gefeiert worden sind und natürlich ein obligatorisches Foto mit der jetzt schon legendären Spielstandsanzeige.

Tobias Kamke hat sich “unbeobachtet” gegen Andreas Seppi durchgerungen. Der junge Deutsche bestach, nachdem er im ersten Satz unterlag, durch schnörkelloses Spiel und sicherte sich recht einfach wirkend die 3. Runde. Ansich ist Seppi keine leichte Aufgabe, aber das sah spielerisch gut aus.

Wimbledon 2010 ist wirklich eigenartig. Nun hat auch #2 Rafael Nadal gegen Robin Haase ein 5-Satz-Spiel gebraucht. Will Nadal sich an die Fersen von Roger Federer heften und dieses mal alles anders machen in Bezug auf die Sätze? Sonst läuft das ja zum Teil immer ohne Satzverlust ab, aber in London haben in diesen Tage beide schon Sätze verloren. Schade das Haase das Spiel am Ende nicht mehr mitgehen konnte und Nadal somit seine ganze Cleverness abspielen konnte.

Morgen stehen mit Isner gegen Thiemo de Bakker und Mikhail Youzhny gegen Paul-Henri Mathieu die letzten 2. Rundenpartie in den Einzeln an. Youzhny und Mathieu durften heute nicht ran, weil ihr anschliessender Gegner in Runde 3 Isner/De Bakker wird und daher ein möglicher Vorteil vorhanden wäre.

[» Die Ergebnisse des 4. Turniertages von Wimbledon]

24. Juni 2010, 20:07 | Kategorien: Fußball, Nationalteams, Weltmeisterschaft

Dänemark – Japan 1:2 (0:2)
Tore:
0:1 #18 Honda (18′), 0:2 #7 Endo (30′), 1:2 #9 Tomasson (81′), 1:3 #9 Okazaki (88′)
Gelbe Karte: #2 C. Poulsen, #11 Bendtner, #13 Kroldrup / #5 Nagatomo, #7 Endo

Kamerun – Niederlande 1:2 (0:1)
Tore:
0:1 #9 van Persie (36′), 1:1 #9 Eto’o (65′, Handelfmeter), 1:2 #21 Huntelaar (83′)
Gelbe Karte: #3 Nkoulou, #19 Mbia / #5 van Bronckhorst, #7 Kuyt, #23 van der Vaart

Liveticker

[22:28] Das war nichts von den Dänen. Viel zu harmlos nach vorne und hinten erst mit zwei Freistößen ins Herz getroffen, danach hat sich Japan gut aufgestellt und nur das gemacht, was wirklich notwendig war. Dänemark im Spiel ein totaler Ausfall. Ich bin geschafft.

90+4′ Ende auch im anderen Spiel. Japan und Niederlande qualifizieren sich für das Achtelfinale.

[» Ticker erneut lesen...]

24. Juni 2010, 15:15 | Kategorien: Fußball, Nationalteams, Weltmeisterschaft

Slowakei – Italien 3:2 (1:0)
Tore:
1:0, 2:0 #11 Vittek (25′, 74′), 2:1 #10 Di Natale (81′), 3:1 #20 Kopunek (89′), 3:2 #18 Quagliarella (90+2′)
Gelbe Karte: #1 Mucha, #2 Pekarik, #6 Strba, #11 Vittek / #4 Chiellini, #5 Cannavaro,#7 Pepe, #18 Quagliarella

Paraguay – Neuseeland 0:0
Gelbe Karte:
#9 Santa Cruz, #15 Caceres / #6 Nelsen

Liveticker

[18:08] Was für eine absolut dramatische Schlussphase zwischen Italien und Slowakei. Da erhöhen die Slowaken auf 2:0 und schon, werden die Italiener immer besser. Was vor allem an Quagliarella lag, der mehr in das Spiel fand. Aber weil die Italiener hinten auch aufmachten, kam auch gleich die Ernüchterung mit dem 3:1 für die Slowaken. Italien relativ gesehen, lange zu harmlos. Können sich nicht über die Niederlage beschweren.

90+6′ Ende! Italien ist raus.

[» Gruppe F-Finish im Liveticker...]

23. Juni 2010, 22:39 | Kategorien: Tennis, Wimbledon

Der 3. Turniertag umfasste zwei Thriller ganz großer Klasse! De Bakker gegen Giraldo und Mahut gegen Isner.

Merkwürdig ist untertrieben. Nicolas Mahut gegen #23 John Isner waren nach 174 Minuten am Dienstag bereits im letzten Satz angekommen. Aber dan wurde wegen der Dunkelheit und der Uhrzeit, die Partie unterbrochen. Eigentlich hoffen die Verantwortlichen bei solchen Partien immer, letzter Satz gute Stunde Spielzeit. Aber weil es bei 3 von 4 Grand Slams im letzten Satz keinen Tiebreak geht, kann man munter drauf los spielen. Das Spiel hat 2 fast unschlagbare Rekorde gebrochen: 2004 brauchten Fabrice Santoro und Clement Arnaud in ihrer Partie der 1. Runde von Roland Garros 393 Minuten, also 6 Stunden und 33 Minuten. Im Jahre 1969, ebenfalls Wimbledon 1. Runde, brauchten Richard Pancho Gonzalez und Charlie Pasarell für ihre Partie 112 Punkte! Der Unterschied zwischen 1969 und heute, damals gab es keine Tiebreak Regelung. Wahnsinn! Mahut und Isner bombadierten sich durchgehend mit überragenden Aufschlägen. Das ist schon ziemlich verrückt gewesen. Bei 59-59, lasst euch das mal auf der Zunge zergehen, musste die Partie allerdings erneut wegen Dunkelheit abgebrochen werden. Die beiden müssten sich bei 10 Stunden Spielzeit befinden und dürfen Morgen noch mal rein. Thiemo de Bakker wird es freuen, der wartet nämlich auf seinen Gegner und darf sich erholen.

Neben den beiden, sollten auch Thiemo de Bakker und Santiago Giraldo nicht locker lassen. Bei denen, genau das selbe. Nach dem 4. Satz unterbrochen die Partie, wurde sie heute wieder aufgenommen. Es dauerte “nur” 104 Minuten, ehe der 5. Satz beendet war. De Bakker schlägt Giraldo damit am Ende mit 16 zu 14 im Entscheidungssatz. Ich mag die Grand Slam Regel.

Hab heute zuviele Statistiken durchgeforstet, aber gab es schon mal ohne Regen eine 1. Rundenpartie am Donnerstag? Wahrscheinlich nicht.

[» Die Ergebnisse des 3. Turniertages von Wimbledon]

23. Juni 2010, 19:56 | Kategorien: Fußball, Nationalteams, Weltmeisterschaft

Ghana – Deutschland 0:1 (0:0)
Tore:
0:1 #8 Özil (60′)
Gelbe Karte: #13 Ayew / #13 Müller

Australien – Serbien 2:1 (0:0)
Tore:
1:0 #4 Cahill (69′), 2:0 #14 Holman (74′), 2:1 #9 Pantelic (84′)
Gelbe Karte: #6 Beauchamp, #7 Emerton, #8 Wilkshire / #13 Lukovic, #18 Ninkovic

Liveticker

[22:23] Deutschland hat nicht gut, nicht perfekt und nicht überzeugend gespielt. Trotzdem wurde Ghana mit 1:0 geschlagen, weil man aus einer nicht vorhandenen Chance eben den Weitschuss suchte. Das war die Lösung und das brachte für das Achtelfinale England als Gegner. Persönlich hätte ich mir ja doch das Unentschieden gewünscht um die USA zubekommen. Sollten wir England packen, lauert im Viertelfinale Argentinien. Dejavu von 2006?

In der Abwehr müss die DFB Auswahl aber noch zulegen, sehr zulegen. Das war einfach zu wenig, einfach gar nichts. Wir haben Ghana oftmals eingeladen, für Tore. Aber die waren zu doof, das auszunutzen. Nun gut, wir sind weiter. Mund abwischen, weiter gehts.

90+3′ Ende. Achtelfinale gegen England. Ghana gegen die USA.

[» Liveblog noch einmal lesen...]

23. Juni 2010, 15:20 | Kategorien: Fußball, Nationalteams, Weltmeisterschaft

Slowenien – England 0:1
Tore:
0:1 #19 Defoe (23′)
Gelbe Karten: #10 Birsa, #13 Jokic, #14 Dedic / #2 Johnson

USA – Algerien 1:0 (0:0)
Tore:
1:0 #10 Donovan (90+2′)
Gelbe Karten: #7 Beasley, #17 Altidore / #4 Yahia, #8 Lacen, #10 Yebda
Gelb-Rote Karte: – / #4 Yahia

Liveticker

[17:58] Unfassbar diese Gruppe am Ende, unfassbar! Die Engländer gegen Slowenien das dominierende Team und haben auch verdient gewonnen. Dazu ein Schiedsrichter, der gut durch die Partie geleitet hat. Nun weiß ich gar nicht, warum die Engländer Angst vor Wolfgang Stark hatten? Und dann im Paralellspiel, was beide für Chancen ausgelassen haben. Der pure Wahnsinn. Und pünktlich zum Abpfiff zwischen England – Slowenien machen die Amerikaner das Tor, was Slowenien rauskegelt und die Amis auf Position 1 in dieser Gruppe befördert. Ich bin völlig perplex von diesen letzten Minuten.

90+4′ Ende! USA im Achtelfinale zusammen mit England!

[» Ticker lesen...]

22. Juni 2010, 22:51 | Kategorien: Tennis, Wimbledon

Nur kurz, auch wegen der Fußball WM in Südafrika.

Julian Reister hat heute seine Partie gespielt und hat gegen den Südafrikaner Rik De Voest in 4 Sätzen gewonnen. Nach seinem guten Auftritt in Paris auf Sand, ist Reister auch in Wimbledon gut gestartet und hat gegen De Voest kaum Probleme gehabt. Nicolas Kiefer schied gegen den an #9 gesetzten David Ferrer aus. Tobias Kamke hat Guillermo Garica-Lopez nach 0:2 Satzrückstand geschlagen! Mit Simon Greul und Michael Berrer musste heute auch zwei Deutsche das Handtuch packen. Letztgenannter musste wegen einer Verletztun aufgeben.

Anders als der große Konkurrent Roger Federer gestern, hat sich Rafael Nadal heute prächtig präsentiert. Nadal ist zwar wieder nicht mit seinem eigenen Spiel zufrieden, es war aber deutlich besser als das, was Federer gestern zeigte. Die Vergleiche bleiben natürlich auch in Wimbledon nicht verloren. [» Die Ergebnisse des 2. Turniertages von Wimbledon]

22. Juni 2010, 20:03 | Kategorien: Fußball, Nationalteams, Weltmeisterschaft

Griechenland – Argentinien 0:2 (0:0)
Tore:
0:1 #2 Demichelis (78′), 0:2 #18 Palermo (89′)
Gelbe Karte: #21 Katsouranis / #5 Bolatti

Nigeria – Südkorea 2:2 (1:1)
Tore:
1:0 #12 Uche (12′), 1:1 #14 Jungsoo (38′), 1:2 #10 Chuyoung (49′), 2:2 #8 Yakubu (69′)
Gelbe Karte: #1 Enyeama, #13 Ayila, #19 Obasi / #5 Namil

Liveticker

[22:26] Damit ist auch die Gruppe B beendet. Argentinien hat sich souverän mit 3 Siegen für das Achtelfinale qualifiziert. Dahinter kommen die Südkoreaner, die sich bei Nigeria bedanken müssen. Soviele Chancen wie die Afrikaner heute ausgelassen haben, ist man selbst Schuld, nicht weiter gekommen zusein. Die Möglichkeit für Nigeria war definitiv da, weil Griechenland gegen Argentinien verloren hat. Ein Glück ist damit der langweiler Fußball von den Griechen eliminiert.

90+3′ Ende: Südkorea reicht das 2:2 gegen Nigeria für das Achtelfinale.

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22. Juni 2010, 15:26 | Kategorien: Fußball, Nationalteams, Weltmeisterschaft

Mexiko – Uruguay 0:1
Tore:
0:1 #9 Suarez (44′)
Gelbe Karten: #14 Hernandez, #8 Castro / #4 Fucile

Frankreich – Südafrika 1:2 (0:2)
Tore:
0:1 #20 Khumalo (20′), 0:2 #9 Mphela (37′), #15 1:2 Malouda (70′)
Gelbe Karten: #19 Diaby / -
Rote Karte: #8 Gourcuff / -

Liveticker

[17:56] Uruguay und Mexiko stehen als Teilnehmer des Achtelfinales fest. Die Urus schlug heute kräfte sparend die Mexikaner. Das Team aus Mexiko hat bis zum Tor der Franzosen im Paralellspiel noch einmal alles für den Ausgleich probiert. Als man dann aber von der Bank signalisiert bekam, die Franzosen haben den Anschluss geschafft, zog man sich wieder mehr zurück.

Frankreich mit einem Dejavu. 1998 den Titel gewonnen, 4 Jahre später in der Vorrunde sang und klanglos unter gegangen. 2006 immerhin im Finale, 2010 war das einzige positive zuvermeldene Ereignis, dass die Franzosen heute sich nichts erlaubt haben. Prima. Damit gewinnt man keinen Blumentopf und die nächsten Tage und Wochen werden in Frankreich nicht gerade toll werden. Schade für Südafrika die als erster Gastgeber einer Weltmeisterschaft in der Vorrunde scheitern.

90+3′ Ende! Uruguay und Mexiko ziehen in das Achtelfinale ein.

[» Ticker erneut lesen...]

22. Juni 2010, 00:02 | Kategorien: Fußball, Nationalteams, Weltmeisterschaft

Die Weltmeisterschaft in Südafrika ist nach 32 Spielen an einer Schiedsrichter Diskussion angekommen, die von der FIFA selbst ausgelöst wurde – indirekt.

Ein Nebenschauplatz in diesen Tagen, sind die Vielzahl von strittigen Schiedsrichter Entscheidungen in Südafrika. Etwas, was vermieden werden könnte, wenn man und das ist jetzt meine eigene Meinung, das Regelwerk anpasst. Die FIFA scheint ihre Schiedsrichter ebenfalls stärken zu wollen:

“Grundsätzlich sind wir sehr zufrieden mit den Leistungen. Fehler sind nur menschlich”, sagte Schiedsrichter-Kommissions-Chef Jose Maria Garcia-Aranda am Montag: “Wir haben exzellente Vorstellungen gesehen. Mit Blick auf Entscheidungen, die wir für nicht gut genug halten, versuchen wir uns aber auch zu verbessern.”

Vermeldet der SID, wie auf weltfussball.de nachzulesen ist.

Grundsätzlich, soso. Wörter wie Grundsätzlich oder auch Eigentlich, sollte man in meinen Augen doch in Statements vermeiden. Die geben einfach nur sehr viel Interpretations Möglichkeiten und noch viel schlimmer, positiv ist das nicht formuliert. Wenn ich meine Leute öffentlich stärken möchte, haue ich kurz und pregnant ein “wir sind (sehr) zufrieden” raus und versuche nicht, den Satz mit irgendwelchen Worten zuverhübschen.

Kann die FIFA zufrieden sein, mit ihren Schiedsrichtern? Bestimmt! Die FIFA: …legt Maßstäbe fest, …formuliert das Regelwerk, …gibt Anweisungen raus. Viele meinen, das Argurment Fingerspitzengefühl in jede Schiri-Diskussion einzubringen, aber das ist total falsch. Die Schiedsrichter machen ihren Job ordentlich, ordentlich im Sinne von: Die Maßstäbe, das Regelwerk und die Anweisungen der FIFA werden befolgt. Das Problem liegt also weniger bei den Unparteiisch, viel mehr bei den Offiziellen des Weltverbandes.

Einfaches Beispiel von dieser Weltmeisterschaft: Südafrikas Torhüter Khune gegen Uruguays Stürmer Suarez. Khune legt Suarez, zumindest findet Suarez die Fußspitze von Khune und daher ist der Elfmeter nicht ganz unberechtigt. Das kann man also in meinen Augen als Foul auslegen und nun, gibt die FIFA die Marschroute strikt vor! Khune war letzter Mann und muss deshalb, folgerichtig, runter. Würde die gleiche Szene in einem Bundesliga passieren, würde es auch Elfmeter geben. Der Unterschied ist, der Torhüter würde in diesem Fall nur die Verwarnung sehen, also keinen Platzverweis. Das hat Helmut Krug auch nach dem Spiel im Ersten bestätigt, als er von Reinhold Beckmann dazu befragt worden ist. Der DFB hat also die Regeln des Weltverbandes “verbessert”. Es muss also in der Bundesliga nicht zwangsläufig der Torhüter als letzter Mann agierenden vom Platz, sondern kann mit einer Verwarnung belegt werden. Das ist die richtige Marschroute, die der DFB vorgibt.

Dank Fingerspitzengefühl, etwas anderer Regelauslegung National (DFB) und International (UEFA), sind wir von den Schiedsrichter Entscheidungen in Südafrika enttäuscht. Natürlich ist dieses enttäusch vorsichtig formuliert, weil ich die Schuld nicht bei den Unparteiischen suchen werden. Wenn ich als Schiedsrichter weiterhin bei der FIFA “arbeiten möchte”, mache ich doch alles, um die Anweisungen zu befolgen oder fallt ihr eurem Arbeitgeber in den Rücken?

Man kann der FIFA vorwerfen, die erprobten Anpassungen der nationalen Verbände, des europäischen Verbandes UEFA nicht in die Regeln einzuführen. Ich persönlich halte nicht viel von Fingerspitzengefühl, das verfälscht zwangsläufig Spiele, auch wenn es hin und wieder in das eine oder andere Spiel passt. Mir sind einheitliche Entscheidung, weltweit, lieber als Fingerspitzengefühl. Das würde dann auch verhindern, dass Foulspiele gegenseitig verglichen werden, in der Welt von Web2.0, es würde viele Diskussionen verrecken lassen.

Ich bin also ein Freund von einheitlichen Regeln und ihrer strikten Einhaltung. Nicht die Regeln der FIFA, die teilweise zu kleinlich ausgefüllt sind. Würde wir irgendwann für jedes taktische Foulspiel gelb zeigen, werden Fußballspiele immer mit 2, 3, 4 Platzverweisen ausgetragen. Will ich auch nicht und daher muss sich in dieser Tage die FIFA selbst hinterfragen, ob sie das möchte. Die Schiedsrichter in Südafrika machen wenig anderes, als die Regeln zu befolgen.

22. Juni 2010, 00:00 | Kategorien: Tennis, Wimbledon

Ergebnisliste, kurzer Einblick in Wimbledon, schneller Blick zu den Deutschen.

Erster Tag beim ältesten Tennisturnier der Welt in Wimbledon, einem Stadteil von London. Das erste mal wurde in Wimbledon bereits 1877 ein Tennisturnier ausgetragen! Damals allerdings nur für die Herren, Damen sowie die ganzen Doppelwettbewerbe wurden dann bis spätestens 1913 ergänzt. Die Aufzeichnungen sprechen bereits von einer TV-Übertragung im Jahre 1937! Es ist aber auch nicht so, dass Wimbledon etliche Jahre älter als die anderen sind. Das “jüngste Turnier” sind die Australian Open, die zum ersten mal 1905 ausgetragen worden sind. Überraschenderweise ist das älteste Turnier auch das Turnier, was immer noch auf “seinem” Untergrund spielt. Rasen ist und bleibt im Londoner Stadtteil liegen, während alle drei anderen Grandslams mindestens einmal den Untergrund gewechselt haben.

Wäre heute nicht heute, sondern ein anderer Tag, würde ich vermutlich meine Statistiken-Datenbanken aufrufen und mit den nötigen Suchbegriffen füttern. Doch weil ich so geschlaucht bin, stelle ich einfach mal so in den Raum: Seit etlichen Jahren gab es nicht mehr so einen enorm starken Opening Day der Deutschen Herren. Alle 5, die heute bereits ran durften, haben ihr Ticket in die 2. Runde gezogen und dabei nicht nur Herrn Müller aus dem Wald geschlagen. Daniel Brands hat beispielsweise Igor Andreev rausgehauen, Florian Mayer gab Marin Cilic die kalte Schulter und Philipp Kohlschreiber schlug Potito Starace.

Unsere Damen waren nicht ganz so erfolgreich. 2 von 5 haben es aber immerhin geschafft. Tatjana Malek musste gegen Nadia Petrova, Julia Goerges gegen Marion Bartoli und Anna-Lena Grönefeld gegen Melanie Oudin die Segel einziehen. Kristina Barrois schlug Mariya Koryttseva und Angelique Kerber schlug Sania Mirza.

Ein Eat-This nach Paris muss ich senden: Tennis in den späten Abendstunden, ein Dach auf dem Centre Court. Paris, wie wäre es? 2020, vielleicht?

[» Die Ergebnisse des 1. Turniertages von Wimbledon]

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