Die Transferperiode Sommer 2012 ist vorbei. Der Hamburger Sportverein hat den letzten großen Deal der Bundesliga getätigt. Mit der Rückkehr des “Messias”. Rafael van der Vaart ist wieder beim HSV gelandet.

Dabei ist es gar nicht so lange her, da kam Herr van der Vaart mit folgender Aussage in die Medien:

“Wenn ich in Hamburg bleiben müsste, dann hätte ich Schmerzen.”

Damals, Anfang der Saison 2007/08, wollte sich van der Vaart einen Wechsel nach Valencia fokusieren. Neben bei ließ sich der Niederländer noch mit einem Trikot des spanischen Vereines ablichten und lies dieses ebenfalls auch veröffentlichen.

Eine Saison zuvor hat sich van der Vaarts niederländischer Landsmann Khalid Boulahrouz erfolgreich aus dem Vertrag “geschummelt”. Beim Spiel gegen den C.A. Osasuna in der Qualifikation zur Champions League “verletzte” sich Boulahrouz. Wenige später Tage unterzeichnete der wechselwillige Niederländer beim Chelsea FC und war, weil er in der Qualifikation beim HSV “verletzt” war, für die Engländer in der Königsklasse einsetzbar.

In erster Linie ziehe ich meinen Hut vor dem Hamburger SV. van der Vaart trotz der Vorgeschichte zurück holen, ist mutig. Ich persönlich wüsste nicht, wie ich mit einem Rückkehrer umgehen würde, der mit dieser Vorgeschichte des Rafael van der Vaart aufwarten würde. Offenbar bin ich aber auch aus einem anderen Holz, wenn ich mir die Hamburger Fans anschaue. Nur die wenigsten sind mir bis hier hin unter die Nase gekommen, die mit der Rückkehr des Niederländers nichts anfangen können. Wegen der Vorgeschichte, wohlgemerkt.

Natürlich bin ich mir bewusst, dass in dem Millionengeschäft “Fußball” nicht alles mit Liebe und Harmonie von statten geht. Dennoch halte ich Loyalität in diesem Geschäft nach wie vor für ein Muss für jeden Profi und Verantwortlichen. Ist das etwa im Jahre 2012 zuviel Fußballromantik?